Analyse zu Status und offenen Aufgaben vor der Produkt- und Marktzulassung in den EU-Binnenmarkt
Basis neue EU-Verordnungen (Batterie, Maschinen, EUDR, Verpackung, RED etc.)
Wo stehe ich in der Einhaltung der zulassungsrelevanten Inhalte vor der Inverkehrsbringung meiner Produkte in den EU-Binnenmarkt?
Falls sie Hilfe brauchen: Kontaktieren Sie uns, wir führen auch begleitet durch das Assessment!
| Dimension | Typische Datenfelder / Dokumente | Regulatorische Zuordnung |
|---|---|---|
| Datenmanagement & Transparenz | Produktstammdaten (SKU, Modell, Version, GTIN), technische Spezifikationen (Material, Komponenten), eindeutiger DPP-Identifier, Verknüpfung zum EU-DPP-Register, Datenhaltung für EUDR-Due-Diligence-Statements (DDS-Referenzen, Lieferanten-ID), Versionierung und Änderungsprotokolle. | ESPR – Produktinformationen & DPP-Pflichten DPP – eindeutiger Produktpass EUDR – DDS-Referenz, Herkunftsdaten |
| Produktlebenszyklus-Analyse | Ökobilanz (LCA), Carbon Footprint, Energie- und Ressourceneinsatz in Produktion und Nutzung, Reparierbarkeits- und Haltbarkeitsdaten, End-of-Life-Optionen (Wiederverwendung, Recycling), Verknüpfung der LCA-Ergebnisse mit DPP-Feldern. | ESPR – Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Effizienz DPP – Lebenszyklusinformationen |
| Lieferketten-Integration | Lieferantenstammdaten und Verträge, Herkunftsinformationen (Land, Region, ggf. Geokoordinaten bei EUDR-Rohstoffen), Due-Diligence-Dokumentation (Risikoanalyse, Maßnahmen), Zoll-/Importdaten inkl. DDS-Referenzen, Traceability-Informationen auf Chargen- und Materialebene, verknüpft mit DPP. | EUDR – Entwaldungsfreie Produkte, Geolokation, DDS ESPR – Lieferkettenanforderungen DPP – Lieferketten-/Herkunftsdaten |
| Design-for-Sustainability | Designrichtlinien (Repair, Reuse, Recycling), Materialwahl (Sekundärrohstoffe, kritische Stoffe), Konformitätsbewertungen nach sektoralen Regelungen (z.B. Maschinen-, Verpackungs- und Batterienverordnung), Produktänderungsdokumentation mit Nachhaltigkeitsbezug, Anforderungskatalog, der direkt an ESPR-Kriterien gekoppelt ist. | ESPR – Eco-Design-Kriterien BatterienVO – Batteriepass VerpackungsVO – Verpackungsanforderungen MaschinenVO – Sicherheitsanforderungen |
| Batterienverordnung (EU) 2023/1542 | Batteriepass mit eindeutigem Identifier, CO2-Fußabdruck-Erklärung, Rezyklatanteile (Kobalt, Blei, Lithium, Nickel), Due-Diligence-Dokumentation für kritische Rohstoffe, Kennzeichnung (CE, Kapazität, Trennsymbol), Nachweise zu Rücknahme- und Sammelquoten. | BatterienVO – Batteriepass DPP – Verknüpfung Batteriedaten |
| Verpackungsverordnung (PPWR) | Recyclingfähigkeits-Bewertung je Verpackungstyp, Nachweise zu Mindestrezyklatanteilen, Verbots-/Beschränkungsliste kritischer Stoffe (z.B. PFAS), Kennzeichnungsdaten (Materialkennzeichnung, harmonisierte Piktogramme), EPR-Registrierungsnachweise, Verpackungsminimierungs-Dokumentation. | VerpackungsVO – Recyclingfähigkeit & EPR |
| Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 | Risikobeurteilung nach Anhang I, technische Dokumentation, EU-Konformitätserklärung, digitale Betriebsanleitung, Cybersecurity-Dokumentation bei vernetzten Maschinen, Schulungsnachweise für sicherheitsrelevante Bauteile. | MaschinenVO – Konformität & Sicherheit |
| Produktsicherheit & Marktüberwachung | Risikobewertungsdokumentation, Rückverfolgbarkeitsdaten (Charge/Serie), Kontaktangaben verantwortliche Person in der EU, Rückrufverfahren und -pläne, Kommunikationsnachweise mit Marktüberwachungsbehörden, Meldungen an das Safety-Gate-System. | GPSR (EU) 2023/988 – Produktsicherheit MüV (EU) 2019/1020 – Marktüberwachung |
| Elektrische & funktechnische Sicherheit | EU-Konformitätserklärung (NSR/EMV/RED), Prüfberichte (elektrische Sicherheit, EMV, Funk), technische Dokumentation, Frequenzband- und Sendeleistungsangaben, Risikobeurteilung elektrischer Gefahren, CE-Kennzeichnungsnachweise. | NiederspannungsRL 2014/35/EU EMV-RL 2014/30/EU FunkanlagenRL 2014/53/EU |
| ATEX-Explosionsschutz | Explosionsschutzdokument, Zonierungsplan, Gerätekategorie/-gruppe (Kennzeichnung, z.B. II 2G), ATEX-Konformitätserklärung, ggf. Zertifikat der benannten Stelle, Wartungs- und Prüfnachweise. | ATEX-RL 2014/34/EU |
| Chemikalien & Stoffbeschränkungen | Sicherheitsdatenblätter (SDS), SVHC-Erklärungen der Lieferanten, RoHS-Konformitätserklärung, SCIP-Datenbank-Meldungen, Grenzwertnachweise (Blei, Cadmium, Quecksilber, Chrom VI etc.), Substitutionsdokumentation kritischer Stoffe. | REACH (EG) 1907/2007 RoHS-RL 2011/65/EU |
| Regulatorische Compliance & Governance | Rollen- und Verantwortlichkeitsmatrix (ESPR/DPP/EUDR), interne Richtlinien & SOPs, Risikoregister und Maßnahmenpläne, Auditberichte (intern/extern), Schulungsnachweise, Register der relevanten Produkte/Rohstoffe (inkl. Zuordnung zu ESPR-Produktgruppen und EUDR-Commodities), Szenarien für EU/EFTA-Handel (Umgang mit EUDR-NC, Importstopps, Eskalationspfade). | ESPR – Produkt- & DPP-Compliance EUDR – Due-Diligence-System Sektorale Regelungen – spezifische Pflichten |
| Grenzüberschreitende Konstellationen (EU / EFTA) | Rollenbeschreibung (EU-Importeur, EU-Hersteller, EFTA-Exporteur, Händler), Zuordnung von Verantwortlichkeiten für EUDR-Due-Diligence und DPP-Registrierung, Prozessbeschreibung bei NC-Feststellungen (z.B. an der Grenze, Marktüberwachung), Dokumentation von Korrekturmaßnahmen (DDS-Anpassung, Lieferanten-/Chargensperren), Vereinbarungen mit EFTA-Partnern über Datenbereitstellung (Geolokationsdaten, DPP-Infos) und Zugriffsrechte. | EUDR – Pflichten von Betreibern/Importeuren ESPR/DPP – Pflichten für in der EU in Verkehr gebrachte Produkte EU/EFTA-Handel – vertragliche Absicherung |
Rollen- & Pflichten-Matrix (EU / EFTA) sowie Empfehlung zum DPP-Tool anzeigen
| Rolle | Kernpflichten ESPR / DPP | Kernpflichten EUDR | Besondere Punkte bei EU/EFTA-Handel |
|---|---|---|---|
| EU-Hersteller / Inverkehrbringer | Sicherstellen, dass Produkte die ESPR-Anforderungen erfüllen, Erstellung und Pflege des DPP mit allen vorgeschriebenen Datenfeldern, Registrierung der DPP-Informationen im vorgesehenen EU-System, Bereitstellung der Produktinformationen entlang der Wertschöpfungskette. | Falls EUDR-Rohstoffe eingesetzt werden: Aufbau eines Due-Diligence-Systems, Sicherstellung der Entwaldungsfreiheit und Legalität, Dokumentation von Herkunfts- und Geolokationsdaten, Abgabe von DDS und Aufbewahrung von Nachweisen. | Kooperation mit EU-Importeuren und EFTA-Exporteuren bei Datenbereitstellung, vertragliche Regelungen zu Datenqualität, Audit-Rechten und Eskalation bei Non-Compliance. |
| EU-Importeur (Operator) | Sicherstellen, dass importierte Produkte ESPR-/DPP-Anforderungen unterliegen und entsprechend ausgestattet sind, Prüfung der Vollständigkeit der DPP-Daten, Integration in interne Systeme (z.B. PIM, Compliance). | Aufbau und Betrieb eines EUDR-Due-Diligence-Systems, Einholung und Prüfung relevanter Informationen vom EFTA-Exporteur/Hersteller, Abgabe von DDS, Aufbewahrung der Referenzen, Reaktion auf NC-Feststellungen (Sperrungen, Lieferkettenanpassungen). | Klare Prozesse für Importfreigaben und -sperren (inkl. NC-Szenarien), Vereinbarte Datenformate (DPP-Struktur, EUDR-Info-Pakete), „Supplier Enablement" für EFTA-Lieferanten zur Erfüllung der EU-Anforderungen. |
| EFTA-Exporteur (Lieferant in die EU) | Ausrichtung der Produktdaten an ESPR-/DPP-Anforderungen, Bereitstellung der für den DPP nötigen Informationen (Materialdaten, Produktstrukturen, Lebenszyklus), Nutzung kompatibler Datenmodelle zur Entlastung der EU-Importeure. | Bereitstellung aller EUDR-relevanten Informationen an EU-Operatoren (Herkunft, Geolokation, Produktionspraktiken), Unterstützung bei Risikoanalysen und Mitigationsmaßnahmen, Prozesse zur Reaktion auf Rückfragen oder NC-Feststellungen (Nachweise, Umstellung von Lieferquellen). | Vertragsgestaltung, die EUDR- und ESPR-/DPP-Anforderungen explizit adressiert, Aufbau von IT-Schnittstellen zur Datenübertragung, Bewertung von Marktrisiken bei Nichterfüllung der Anforderungen. |
| Händler / Downstream-Operatoren | Sicherstellen, dass Produkte mit DPP und relevanten ESPR-Informationen weitergegeben werden, Nutzung der DPP-Daten für Serviceleistungen (Reparatur, Rücknahme), Information der Endkund:innen über verfügbare Produktinformationen. | Weitergabe relevanter EUDR-Informationen (z.B. DDS-Referenzen) an nachgelagerte Akteure, Aufbewahrungspflichten je nach Rolle, Mitwirkung bei Rückruf- oder Sperrmaßnahmen im NC-Fall. | Interne Richtlinien zur Nutzung von DPP- und EUDR-Informationen, Schnittstellen zwischen Vertrieb, Service und Compliance, Abstimmung mit Importeuren/Herstellern über Informationsfluss bei Audits und NC. |
Vorteile für die Führungsebene
Ausrichtung eines Monitoringsystems auf
Vorgaben der Corporate Governance
Frühabklärung von Indikatoren für die Geschäftsstrategie
Absicherung von “vital business factors”
Ausrichtung des Auswertungs- und Benachrichtigungs-Alghorhithmus auf
Factors of Decision Delay
Factors on Execution Delay
Weiterverwendung der Ergebnisse für das Enterprise Capability Management
Vorteile für Linie und Fachbereiche
Beschleunigt die Beantwortung folgender Fragen:
Wo gibt es Handlungsbedarf?
Was muss in meinem Verantwortungsbereich einer kontextuellen Validierung unterzogen werden?
Wo gibt es Handlungsbedarf aufgrund des Alerts
Wo sind Automatisierungsmechanismen und interne Trigger anzupassen oder neu zu setzen?
Wo gibt es Non-Compliances?
Vorteile für das Management von Disruptionen und Krisensituationen
Gibt Sicherheit beim Beantworten folgender Fragen:
Severity, Occurence von Abweichungen
Welche Enterprise Capability, welcher Zielkorridor, welcher Compliance-Korridor sind betroffen
Wieviel Zeit bleibt bis zum Handeln
Ab wann muss horizontal oder vertikal eskaliert werden
Vorteile für Risiko- und Complianceverantwortliche
Gewinnen Sie Sicherheit in der Beantwortung folgender Fragen:
Gesteigerte Integrität der eigenen internen Kontrollen
Operationalisierung von Risikoindikatoren
Konsistenz innerhalb des gewählten Prüfrahmens
Höherer Wirkungsgrad von Kontrollsystemen
Erfüllung von gesetzlichen Vorgaben
StarUG
NIS 2
LIeferkettengesetz
Anforderungen von Grosskunden

